4 Tage, 4 Städte – im Schweinsgalopp durch Ulm, München, Passau und Nürnberg

Ulm, München, Passau, Nürnberg – Bayern in vier Tagen: Kann man machen, muss man aber nicht. Wie oft belächelten wir chinesische oder amerikanische Touristen, die Europa in sechs Tagen gebucht haben und dann glauben, sie kennen die Alte Welt. Und wir, wir machen es nicht besser, bloß weil wir das lange Wochenende optimal nutzen wollten. Am Ende war es eine Erfahrung, aber eben vor allem jene, dass wir so hektische Trips nicht mehr machen wollen. 

Wir mussten nach Passau, wollten die Strecke aber nicht durchfahren. Also haben wir auf dem Hin- und Rückweg je einen Zwischenstopp eingelegt.

Los ging es in Ulm

Nachdem wir uns durch den Freitagnachmittag-Stau aus dem Stuttgarter Kessel herausge-stopp-t and -go-t hatten, kamen wir im Dunkeln in Ulm an. Maggy abgestellt und nichts wie los. Hungrig stapften wir ins Zentrum, versuchten so viele Eindrücke wie möglich aufzuschnappen, aßen und gingen wieder zurück zum Womo. Das war schon Ulm. Gaga…

Am nächsten Morgen ging es gleich weiter.

Landeshauptstadt Bayern: Auf nach München

Hier leisteten wir uns den Luxus bereits mittags auf dem Wohnmobilstellplatz an der Allianz Arena anzukommen, so dass uns wenigstens noch der halbe Tag zur Erkundung zur Verfügung stand und nicht bloß der späte Abend. Dennoch blieb es nach der Fahrt mit der U-Bahn in die Innenstadt nur beim Abklappern der wohlbekannten Touri-Spots wie Stachus, Marienplatz oder Frauenkirche. Oh ja, Haxe haben wir in einem der hochgelobten Brauhäuser auch gegessen, doch leider wurden wir enttäuscht. Die Haxe war trocken, die Haut nicht schön knusprig…

Auf zum eigentlichen Ziel: Passau

Nach einer geruhsamen Nacht düsten wir an Tag drei nach Passau, der Drei-Flüsse-Stadt, wo Donau, Inn und Ilz zusammenfließen. Passau war eigentlich der Hauptgrund der Tour quer durch Bayern. Hier wollten wir ein Möbelstück beim Junior abliefern, der gerade sein Studium begonnen und seine erste Studenten-WG bezogen hatte. Nachdem der Schreibtisch transportiert und montiert war, blieb nur noch Zeit für einen kurzen Spaziergang an der Donau entlang und durch die Innenstadt. Nach dem Essen im Löwen.Brauhaus.Passau besuchten wir noch die gemütliche Cocktailbar „Journey“ und ließen es uns dort gutgehen. Hier merkten wir deutlich, dass Passau eine Studentenstadt ist. Es war laut, fröhlich und nur junge Menschen. Nach einer kurzen Nacht streiften wir am nächsten Morgen bei Sonnenschein nochmal durch die Stadt, bevor wir uns wieder auf die Bahn begaben.

Dreiflüsseeck: von links die Donau – von rechts die Inn (die Ilz passte leider nicht mit aufs Bild…)

Letzter Halt: Nürnberg

Unser Stellplatz war quasi direkt neben Bahngleisen, dafür aber zentral gelegen. Und von der Bahn haben wir nicht viel mitbekommen. Nach unserer Ankunft am frühen Abend haben wir uns auf die Suche nach Speis und Trank begeben und danach hatten wir keine Lust mehr, noch groß um die Häuser zu ziehen. Am nächsten Morgen aber zogen wir frühzeitig los und stiefelten am Wöhrder See vorbei in die Innenstadt. Zuerst ging es selbstverständlich hoch zur Kaiserburg. Von dort schlenderten wir hinunter zum Schönen Brunnen und zum Nürnberger Hauptmarkt. Echte Nürnberger Rostbratwürstchen durften natürlich nicht fehlen. Am frühen Nachmittag fuhren wir dann wieder heim nach Stuttgart.

Was für eine (Tor-)tour… Statt zu entschleunigen, nahmen wir die tagtägliche Hektik mit in die Freizeit. Ziemlich blöd, nicht wahr!?!? Als wir abends wieder in Stuttgart waren und unser Ankerbier tranken, waren wir uns einig, dass wir so etwas nicht nochmal machen würden. Lieber weniger sehen, dafür aber mehr bewusst erleben, als so einen Schweinsgalopp wie an diesem Wochenende durch Bayern und Franken zu wiederholen. 

Wie viel Zeit nimmst Du Dir im Schnitt für ein Zwischenziel auf Deinen Reisen?

Schreib uns Deine Erfahrungen unten im Kommentarfeld!