AbenteuerWomo am… Bodensee

Am Bodensee fühlt man sich fast wie am Meer

Oh, ja, ich weiß, gleich gibt es wieder auf die Ohren! Denn dieser Beitrag beschreibt einerseits unsere wunderbare Bodensee-Tour. Gleichzeitig widme ich mich aber kritisch einer bestimmten Gruppe: den Wohnmobil-marodierenden Rentnern. 

Bodensee-Kurztrip über Ostern

Aber eines nach dem anderen. Ostern an den Bodensee fahren ist nicht ohne Risiko. Wir sind nicht die einzigen Camper, die auf diesen grandiosen Einfall kommen. Auch Familien mit schulpflichtigen Kindern, Paare, Berufstätige mit Urlaub und eben auch Rentner kommen auf diese Idee. Bei Familien und Berufstätigen kann ich die Reiselust an den Feiertagen ja nachvollziehen. Aber bei Senioren, die nicht mehr an Schulferien oder berufliche Urlaubszeiten gebunden sind…

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Aber Rentner haben doch so viel Zeit und die Freiheit…

Und das ist beileibe kein Einzelfall. Nehmen wir das Phänomen Einkaufen. Warum gehen Senioren nicht vormittags, mittags oder nachmittags in den Supermarkt? Warum müssen sie ausgerechnet abends einkaufen, wenn der Berufstätige nach der Arbeit noch schnell einkaufen will/muss. Oder in Arztpraxen. Die für Berufstätige wichtigen Zeiten früh morgens oder spät abends sind blockiert, von vielbeschäftigten Rentnern. 

Oder eben im Urlaub. Rentner haben die Freiheit, außerhalb von Ferienzeiten zu reisen. Sie könnten günstigere Vor- und Nebensaisonpreise mitnehmen, die Ruhe abseits überfüllter Strände und Orte genießen. Könnten. Aber nein, sie reisen, wenn alle reisen. Nicht, dass Du mich missverstehst: Ich habe nichts gegen Rentner. Ich werde hoffentlich selber dereinst einer sein. Ich will auch nicht deren Reisetätigkeit einschränken. Was ich will, ist Rücksicht, Mitdenken. 

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Und ich übertreibe nicht, wirklich nicht. Als wir Donnerstag – bereits am frühen Nachmittag – in Meersburg auf dem Wohnmobilstellplatz Ergeten ankamen, wurden wir von den bereits anwesenden Rentnern nur mitleidig angeschaut. Auf den anderen beiden Stellplätzen (Allmend 1 und Allmend 2) sah es ähnlich aus. Ungelogen, mehr als 70 Prozent der Camper hatten das Berufsleben bereits hinter sich gelassen. Aber wir hatten noch Glück und bekamen den letzten Stellplatz. Viele jüngere Camper, die den Platz noch später als wir mit ihren Wohnmobilen ansteuerten, mussten wieder umkehren, weil alles belegt war… Die Leute taten mir echt leid, teilweise mit Schulkindern an Bord… 

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Aber kommen wir nun zur eigentlichen Reise

Der Bodensee lockte uns erneut. Als es letzten Sommer so heiß war, hat Sabrina mit Nero, Sallys Vorgänger, 14 Tage in Hagnau verbracht und ich bin am Wochenende dazugestoßen. Wenn wir auf den Bodensee blicken, überkommt uns jedes Mal ein Gefühl als seien wir am Meer. Die Weite des Sees, das klare Wasser, die Uferpromenaden, da hat vieles schon Mittelmeer-Feeling.

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Meersburg am westlichen Bodensee und der „letzte Heller“

Kaum in Meersburg auf dem Stellplatz angekommen, richteten wir uns zunächst ein, genossen unser Ankerbier in der Nachmittagssonne und machten uns dann auf den Weg zum Abendessen in die Gaststätte „Zum letzten Heller“, keine fünf Minuten vom Parkplatz entfernt. Gutbürgerliche Küche, kühle Getränke, gut. 

Auf Wasser gebaut – Pfahlbauten in Unteruhldingen

Am nächsten Tag beschlossen wir, ein wenig in Kultur zu machen und sind mit dem Rad zu den Pfahlbauten in Unteruhldingen gefahren. Nur ein paar Kilometer, immer am Ufer entlang, vorbei an entzückenden Sozialvillen. Das Pfahlbauten Freiluft-Museum macht Stein- und Bronzezeit sehr anschaulich erlebbar. Ein Besuch lohnt sich.

Erster Spargel der Saison an der Seepromenade

Von dort ging es nach eisiger Stärkung zurück nach Meersburg. Die Uferpromenade mit den Tulpen und Platanen lädt zum Schlendern oder Verweilen in einem der zahlreichen Bars und Cafés ein. Das taten wir denn auch. Genossen die Sonne und entschleunigten. Später gingen wir ins Hotel-Restaurant Seepromenade, um unseren ersten Spargel der Saison zu essen. Köstliches Dinner! 

Weiter zum östlichen Bodensee: Auf nach Kressbronn zum Stellplatz Dorfkrug

Anderntags machten wir uns wieder auf den Weg. Nächstes Ziel: Der Wohnmobilstellplatz und Landgasthof Dorfkrug in Kressbronn-Tunau. Ungefähr eine Stunde von Meersburg entfernt. Mit 24 Euro am Tag sicherlich eher am oberen Ende der Skala, dafür aber mit Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Toiletten und Duschen und Wlan) inklusive.

Wir genossen das Camperleben in vollen Zügen. Draussen sitzen, Mittagsschlaf in der Sonne mit Sally auf dem Bauch, Grillen, Abendessen, alles fand unter freiem Himmel statt. Ein kleines Schwätzchen mit den Nachbarn. Nur keine Hektik. So vertrödelten wir unseren ersten Tag in Kressbronn.

Am Tag darauf radelten wir nach Lindau (12 Kilometer von Kressbronn). Flache Strecke, durch kleine Orte, am Ufer und zwischen Weinbergen entlang. 

Lauschiges Lindau – das deutsche Ende vom Bodensee

Lindau-Insel ist wirklich ein lauschiger Ort. Klein, fein, gemütlich und mit hübschen Häusern, Cafés und Restaurants an jeder Ecke. Klar, es war eine Menge los am Ostersonntag. Aber irgendwie verlief es sich. Ein Weile saßen wir am Hafen vor einer Art Kiosk, wo wir zu sehr moderaten Preisen einen Snack zu uns nahmen. Derweil betrachteten wir das Treiben, schlenderten anschließend weiter und machten uns dann am frühen Abend auf den Heimweg. 

Am nächsten Morgen ging es dann wieder nach Stuttgart.

Fazit:

Es war ein rundum gelungener Bodensee – Kurztrip. Auch wenn wir nur einen Teil des Ganzen gesehen haben. Immerhin war es aber schon unser zweiter, und sicher nicht der letzte Ausflug, zum Bodensee. Das Wetter war traumhaft, wir haben gut gegessen und viele schöne neue Eindrücke gesammelt. 

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Großes Indianer-Ehrenwort!!!

Und zum Schluss möchte ich noch eines versprechen: Wenn ich Rentner bin, fahre ich nur außerhalb der Feiertage weg und meide in Schulferienzeiten überlaufene Touristikzentren. Großes Indianer-Ehrenwort! 

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2 Kommentare

  1. Hallo Ihr beiden,

    dickes Lob für die schönen Berichte. Ja der Bodensee gefällt uns auch super.
    Ab Oktober haben dürfen wir auch einen 260 graphite unser Eigen nennen.
    Ihr seid da nicht ganz unschuldig. Eure Schilderungen haben uns bei der Entscheidung geholfen.
    Mit dem Thema Rentner habt Ihr völlig recht. Ich bin schon Rentner, meine Frau Marion arbeitet noch. Ich kaufe tagsüber ein. Den Urlaub versuchen wir soweit möglich nicht in den Ferien zu machen.
    Hoffe, wir bleiben da diszipliniert :-))

    Viele Grüße
    Marion & Gerd

    Viele Grüße
    Marion & Gerd

    • Sabrina

      Hallo!

      Ja, das freut uns aber, dass wir euch so „positiv“ beeinflusst haben! Wir hoffen, ihr seid auch zufrieden mit der Entscheidung!

      Vielen Dank für euer Lob, das motiviert unheimlich weiterzumachen!

      Das mit den Rentnern war natürlich etwas übertrieben 😉 Aber für die arbeitende Bevölkerung ist es schon frustrierend, wenn man die Feiertage nutzen möchte, um mal raus zu kommen, und dann sind die besten Stellplätze überfüllt…

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