Kaiserwetter am Kaiserstuhl

Die Region Schwarzwald ist gar nicht schwarz und düster. Nein, leben im Südwesten der Republik bedeutet eher, häufiger Glück mit dem Wetter zu haben. Meistens blüht es bei uns in der Region rund zwei bis drei Wochen eher als etwa in Ostwestfalen. Das heißt auch: Wir haben zwei bis drei Wochen mehr Frühling, mehr Sommer, weniger Herbst und weniger Winter als die anderen ☺

Auf dem Weg in die Karibik Deutschlands

Und diesen Umstand wollten wir Ende März voll auskosten. Daher entschlossen wir uns kurzfristig zu einem verlängerten Wochenendtrip in den Schwarzwald. Genauer gesagt: die Region Ortenau, den Kaiserstuhl und schließlich Freiburg. Eine Reise in die Karibik Deutschlands. 

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Den ersten Halt machten wir in Sasbachwalden. Der Kurort liegt im Ortenaukreis am Westrand vom nördlichen Schwarzwald zwischen Baden-Baden und Offenburg. Am frühen Nachmittag erreichten wir Sasbachwalden und parkten Maggy auf dem Wohnmobilstellplatz direkt hinter dem Weingut Alde Gott

Beschwingte Wanderung in Sasbachwalden

Spontan beschlossen wir erst einen ausgiebigen Spaziergang zu machen. Vom Stellplatz ging es durch das Dorf hinauf in den Wald und den Schnapsbrunnenweg entlang. Eine herrliche und beschwingte Strecke, an Bachläufen entlang, Wasserfällen, über Holzbrücken und auf von Weinreben umsäumten Wegen. 

Selbstverständlich prüften wir, ob der Schnapsbrunnenweg seinem Namen auch gerecht wurde. Wir waren erfolgreich und genossen die geistigen Getränke, die man sich selbst einschenkte und dann seinen Obulus in einem Kästchen entrichtete. Und ich bin mir sicher, dass jeder, der den Weg begeht, niemals nicht die Zeche prellt. 

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Es gibt zwei Schnapsbrunnenwege in Sasbachwalden. Wir haben uns für Nummer 1 entschieden.

Knusper, Knusper, Knusperhäuschen

Nach dem Spaziergang entschlossen wir uns das Restaurant „Knusperhäuschen“ zu testen. Sabrina genoss einen trockenen Roten aus der Region, ich gönnte mir eine Halbe. Während Sabrina einen Zwiebelrostbraten vernaschte, verschlang ich einen Flammenkuchen. Das Essen war ok, das Ambiente sehr schön und rustikal. 

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Köstliche Schokolade aus Kappelrodeck

Anderntags, nach einem ausgiebigen Frühstück, fuhren wir weiter Richtung Kaiserstuhl. Allerdings machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Kappelrodeck, wo ich mir in der Konditorei Schneider (ein Tipp aus einem Schwarzwald- Reiseführer) Galgant-Schokolade kaufte – das angeblich beste Herz(schmerz)mittel der Hildegard-Medizin. Ziemlich scharfe Sache, verdammt lecker…

Weiter ging die Fahrt. Ursprünglich wollten wir zum Kaiserstuhl-Camping in Ihringen – doch entgegen der Beschreibung im Netz, war der Platz Ende März noch geschlossen. Ihr könnt euch denken, dass ich mir von meiner Liebsten direkt etwas anhören konnte – „Du hättest ja mal anrufen können…“ und so…

Traumhafter Stellplatz am Weingut

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Zum Glück fand ich schnell eine Alternative, die alles wieder gutmachte: den Stellplatz am Weingut Köbelin in Eichstetten. Sehr schön, sehr ruhig gelegen mit einem phantastischen Blick auf die Weinberge. Kurz deckten wir uns im Weingut noch mit hiesigem Wein ein und machten es uns dann vor dem Womo bei strahlendem Sonnenschein gemütlich. Kaiserwetter am Kaiserstuhl! 

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Tolle Sonnenuntergänge gibt’s im Schwarzwald!

Nach einer traumhaft ruhigen Nacht, die am Morgen durch den Biolärm gefiederter Wesen beendet wurde, deckten wir draußen den Tisch und frühstückten in der Sonne. Viel schöner kann ein Tag nicht beginnen. Traktoren knatterten vorbei, ein laues Lüftchen wehte, ein strahlend blauer Himmel, den kein Wölkchen trübte. Wir hatten es nicht eilig. Doch irgendwann war alles verspeist, der Kaffee getrunken, alles wieder im Wohnmobil verstaut – Abfahrt gen Freiburg im Breisgau.  

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Nein, kein Wein zum Frühstück- das Foto ist vom Abendessen 😉

Forsche Fahrt nach Freiburg

Nach einer relativ kurzen Fahrt erreichten wir auch schon Freiburg. Der Wohnmobilstellplatz liegt eine Viertelstunde zu Fuß von der Innenstadt entfernt. Da es noch früh am Tag war, schlossen wir Maggy schnell an den Strom an, machten uns stadtfein und zogen los. Durch den Eschholzpark, am Stühlinger Kirchplatz vorbei ab in  die Altstadt. 

Das erste Ziel war das Freiburger Münster. Markttag. Es duftete nach Blumen, Käse – und Würstchen. Für uns gab es kein Halten mehr. Zwei Rote später setzen wir uns in ein Cafè und betrachteten entspannt die Flaneure. Kurz darauf entdeckte ich auf dem Dach eines Kaufhauses eine Roof-Top-Bar. Das war etwas für uns. Vis-a-vis des Münsters genossen wir die Aussicht über die Dächer der Universitätsstadt. 

Schwarzwald ist mehr als nur Wald!

Über Bächle steigen und die Sonne genießen

Später schlenderten wir gemächlich durch die Gassen, hüpften über die allgegenwärtigen Bächle, die Freiburg durchziehen, und sogen das mediterrane Flair der Stadt ein. Nach einer längeren Tour durch die City kehrten wir zum Münsterplatz zurück und stoppten in der „Alten Wache – Haus der Badischen Weine“. Dort blieben wir bis die Sonne hinter den Fassaden der Fachwerkhäuser verschwand. Bevor wir zurück zu Maggy gingen, stärkten wir uns in der Pizzeria „La Piazza“ und waren begeistert – sowohl vom Essen (Sabrina aß Spaghetti Aglio & Olio sowie eine Pizza Tonno Cipolla und ich Penne Amatriciana und eine Pizza Funghi) wie auch vom günstigen Preis.  Satt – ja, ein Eis gab es unterwegs auch noch – machten wir uns auf den Heimweg.

Südwesten mit Charme

Bestes Wetter, schöne Stellplätze, gutes Essen, überbordende Natur und malerische Orte. Der Südwesten – in diesem Fall der Schwarzwald – hat wirklich seinen Reiz und Charme. Und es gibt noch so viel zu entdecken…

Was ist Dein Lieblingsort im Schwarzwald? 

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